Aponogéton madagascariénsis
Mittel
Niedrig bis Hoch
Schnell
5-33°C(opt: 22°C)
10-40mg/L
4.5-6.5
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Die aus den schnell fließenden Gewässern Madagaskars stammende Aponogeton madagascariensis fasziniert Aquarianer seit den 1950er Jahren mit ihrer charakteristischen Gitterstruktur der Blätter, obwohl gerade diese Eigenschaft sie als notorisch anspruchsvoll in der Pflege ausweist. Es existieren drei anerkannte Varietäten: var. henkelianus zeigt unregelmäßig fenestrierte Blätter, var. major weist gleichmäßig strukturierte Fensterung auf, und var. madagascariensis—die größte Varietät—bildet Blätter bis zu 1 Meter Länge einschließlich Blattstiel aus. Der Blütenstand erreicht einen Durchmesser von bis zu 1,5 cm und trägt rosa bis violette Blüten, wobei die Art sich nicht durch Selbstbestäubung vermehren kann. Erfolgreiche Kultivierung erfordert akribische Beachtung der Umweltparameter. Ausgewachsene Exemplare benötigen mindestens 500 Liter Wasservolumen und gedeihen in nährstoffarmen Substraten; übermäßig fruchtbares Substrat löst dunkelbraune nekrotische Läsionen aus, die sich über die Blätter ausbreiten. Das empfindliche Wurzelsystem der Pflanze benötigt Unterstützung durch Begleitpflanzen zur ordnungsgemäßen Verankerung, wobei diese Hilfspflanzen kleiner bleiben müssen, um eine Beschattung des Laubs der Madagaskar-Gitterpflanze zu verhindern. Optimale Bedingungen umfassen moderate Beleuchtung mit direkter Bestrahlung, CO2-Zufuhr sowie ausgewogene Mikro- und Makronährstoffdosierung. Die Art ist besonders anfällig für Eisenmangel. Diese Aponogeton kann Ruhephasen durchlaufen, in denen das gesamte Laub abstirbt—das knollige Rhizom muss während dieser Phase feucht gehalten werden, wonach ein Neuaustrieb erfolgen kann oder auch nicht. Selbst bei suboptimaler CO2- und Nährstoffverfügbarkeit produziert die Pflanze weiterhin neue Blätter, indem sie gespeicherte Reserven in ihrer Knolle abbaut. Temperaturmanagement erweist sich als kritisch: Das Wachstum erreicht seinen Höhepunkt unter 24°C, während höhere Temperaturen Wachstumsrate und Blattgröße reduzieren. Die Art zeigt ein einzigartiges Reproduktionsverhalten und setzt Samen in einer wasserdichten Kapsel frei, die 1-2 Tage schwimmt, bevor sie aufbricht und den Keimling in die Wassersäule entlässt. Unter günstigen Bedingungen erreichen juvenile Pflanzen innerhalb von 3-4 Monaten etwa 10 cm Länge mit 1 cm Knollendurchmesser, ab welchem Zeitpunkt sie das Umpflanzen sicher vertragen. Bei ausreichender Beleuchtung entwickeln var. henkelianus und var. major kompakte Wuchsformen, die für den Mittelgrund geräumiger Aquarien geeignet sind. Var. madagascariensis erfordert eine Hintergrundplatzierung in Aquarien, die tief genug sind, um zu verhindern, dass die Blätter die Oberfläche erreichen.